Hydra
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"Hydra" ist der Name der aus der griechischen Mythologie bekannten lernäischen Wasserschlange, der anstelle jedes ihr von Herkules abgeschlagenen Kopfes zwei neue wuchsen. Wegen der großen Regenerationskraft der kleinen Süßwasserpolypen wurde der Name auf sie übertragen. Die mystische Hydra kann einem Vergleich zur zoologischen Hydra jedoch kaum gerecht werden. Wird einer Hydra z.B. ein größeres Stück Tentakel abgetrennt, so kann sich dieses zu einem vollständigen Individuum regenerieren! Kleinere abgetrennte Stücke, die miteinander in Kontakt kommen, wachsen zusammen und regenerieren sich ebenfalls zu einem kompletten Tier! Die Hydra gehört zu einem sehr ursprünglichen Tierstamm, den Nesseltieren, genauer zum Stamm der Cnidaria (Hohltiere). Süßwasserpolypen, wie Hydren im Deutschen genannt werden, weisen einen sehr einfachen Körperbau auf. Sie sind hohle, zylinderförmige Organismen, die am Fuß geschlossen sind und sich am anderen Ende zu einem Mund öffnen. Dieser Mund ist von 6 bis 10 Tentakeln umgeben. Der zelluläre Aufbau der Hydren weicht deutlich von dem anderer tierischer Organismen ab. Der Körper besteht aus zwei Zellschichten, dem äußeren Ektoderm und dem inneren Entoderm. Zwischen diesen beiden Zellschichten befindet sich ein abgesonderter Schleim, das sogenannte Mesogloea. Beide Zellschichten enthalten dehnbare Fasern, die Vorläufer der Muskeln höherer Tiere, mittels derer sich die Hydra ausdehnen und fortbewegen kann.
Hydren sind hermaphrodit, das bedeutet, sie haben sowohl männliche Geschlechtsmerkmale (Hoden, Samen), wie auch weibliche (Eierstöcke). Jeder Eierstock enthält eine einzelne Zelle und jeder Hoden mehrere Samenzellen. Die Eizellen entwickeln sich innerhalb des Elterntieres. Später durchdringen sie die Zellwand und wachsen wie kleine Ableger zu erwachsenen Tieren heran, bevor sie sich abtrennen, um sich dann mit ihrem klebrigen Fuß einen eigenen Platz auf einem Blatt oder einem Zweig zu suchen. Wie oben
schon erwähnt, gehören Hydra zu den Nesseltieren. Sie besitzen
Zellen in der Ektodermschicht, die ein sehr wirksames Gift enthalten.
Gerät ein Feind oder ein Beutetier an die Nesselzellen, so wird
ihm das Gift injiziert. Hydra errreichen
eine Länge von 0,25 bis 2,5 cm, je nach Art.
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